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Mathieu Tanzwerkstatt

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Ballett Performance Theaterlabor 2011

Kopf hoch, tanzen!

Nathalie Mathieu gewährte im Theaterlabor einen vorweihnachtlichen Einblick in ihre Tanzwerkstatt

 

Foto NW: Barbara Franke
Von Antje Dossmann

Bielefeld. Das Weihnachtsfest und das klassische Ballett waren schon immer ein gutes Paar. Da passt das eine zum anderen, findet die schwebende Magie der Heiligen Nacht ihre schöne Entsprechung in den anmutigen Bewegungen tanzender Körper. Und was ist ein weißer Tüll-Tutu am Ende anderes als Stoff gewordene Winterzaubermärchenhaftigkeit?

Nicht von ungefähr gehört es daher zur guten Tradition renommierter Ballettschulen, in der Adventszeit ihre Türen zu öffnen, um Außenstehenden ein Bild von ihrer Arbeit zu vermitteln. Derartige Aufführungen scheinen immer mit enormer Elternaufregung einerseits und verblüffender Gelassenheit selbst winzigster Elevinnen andererseits verbunden zu sein. Vor allem aber verraten sie etliches über den Geist einer Schule.

Dazu muss man lediglich auf ein paar Dinge achten: Bewegen sich die Tanzenden frei und ungezwungen? Ist der Schwierigkeitsgrad des Vorgeführten altersgerecht und angemessen? Sind die Kostüme richtig und natürlich? Und nicht zuletzt: Nimmt die Aufführung Rücksicht auf die seelischen Bedürfnisse des einzelnen?

An diesen Fragen gemessen, schneidet Nathalie Mathieus Tanzwerkstatt, die seit 18 Jahren in Bielefeld existiert, positiv ab. Bei ihrer diesjährigen Performance konnte man einmal mehr erleben, zu welch beeindruckender Harmonie, fließender Eleganz, kraftvoller Bewegung der menschliche Körper durch entsprechendes Training fähig ist. Besonders gut zu beobachten waren in den insgesamt 13 Stücken die verschiedenen Entwicklungsschritte, dieHeranwachsende in ihrer Mimik und Gestik durchlaufen.

Da waren zu Beginn die ganz Kleinen, kaum vier Jahre alt und von ihrer Aufgabe, einen Takt zu klatschen, vollkommen in Anspruch genommen. Sie traten zusammen mit einer jungen Lehrerin auf, die klug und liebevoll genug war, sie diese keineswegs babyleichte Aufgabe weitgehend individuell (inklusive selbstvergessenes Nasebohren oder aufgeregtes Tuscheln mit der Nachbarin) und ohne mahnende Blicke bewältigen zu lassen.

Die Mädchen im Grundschulalter, die danach an die Reihe kamen, waren dann schon in der Lage, ihre schwerelosen Reigen ohne Anleitung zu tanzen. Alle Achtung! Grund zum Stolz und zur Freude über die gelungenen Darbietungen hatten sie alle, wie sie da nach gut einer Stunde noch einmal gemeinsam zu einem letzten Bild auf der Bühne standen: Nathalie Mathieus Ballettschülerinnen sämtlicher Altersklassen. Die sechs Stepptänzerinnen, die unter der Leitung von Andrea Kückmann zwei temperamentvolle Stücke einstudiert hatten.

Und ganz besonders das großartige Flamenco- Sextett, das von Angeles Santiago choreografiert zu einem spanisch- stolzen Tanz ausholte und das Publikum im Sturm eroberte. Meine Güte, was die lieben Mitmenschen in ihrer Freizeit so alles auf die Beine stellen! Auch für diese begeisterte Einsicht und neidlose Anerkennung war die Performance gut.

Quelle Text und Bilder: Neue Westfälische Nr. 295 vom 20. Dezember 2011

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